Jacqueline Esen

ist gebürtige Münchnerin, auch wenn man das nicht immer hört. Sie gehört zu der Generation, der die bayerische Mundart schon in der Grundschule aberzogen wurde. Trotzdem kann man sie bayrisch sprechen hören, aber nur, wenn sie sich unter Muttersprachlern befindet.

Den klassischen tabellarischen Lebenslauf finden Sie bei XING oder LinkedIn.


Wie alles anfing

Schon früh begeisterte Jacqueline sich für Bücher und Fotografie, für Pferde und für Technik. Ihre ersten Fotos machte sie im Alter von neun Jahren mit einer analogen Agfa Isola, die man noch mit einem 6x6 Rollfilm bestücken musste.

Geschichten erfinden und aufschreiben, was gerade so los ist - das war immer schon ihr Ding. Mit zwölf fing sie an, einen Roman zu schreiben, damals noch mit Bleistift auf Papier. Mit vierzehn bekam sie ihre erste Schreibmaschine und tippte das handschriftliche Manuskript ab. Schon bei dieser ersten Überarbeitung sehnte sie sich nach der Erfindung eines Computers mit Textverarbeitungsprogramm. Dieser Wunsch ging für sie 1988 in Erfüllung. Na klar, der alte Text wurde noch einmal überarbeitet. Wer schreiben will, muss viel üben.


Ausbildung

Nach dem Abitur empfahl man ihr, mehr aus ihrer Begabung für (Fremd)Sprachen zu machen. Nach einer einjährigen Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin wechselte sie auf das Fremdspracheninstitut der Landeshauptstadt München.
1987 absolvierte sie die Staatsprüfung für Übersetzer und Dolmetscher in der Hauptsprache Englisch mit dem Fachgebiet Technik. Schon bald gab es erste Berührungspunkte mit dem späteren Autorinnenberuf: Übersetzungen von Bedienungsanleitungen und Software.


Beruf und Berufung

Die Fotografie und das Schreiben blieben intensive Hobbies, während Jacqueline ihr Geld zunächst als technische Redakteurin in einer kleinen Firma für Computer Aided Publishing verdiente. Fast wäre sie im Kundenservice von BMW Motorrad geblieben, wechselte dann aber in den Siemens-Konzern, in dem sie sechzehn Jahre lang verschiedene Tätigkeiten ausübte. Nebenbei machte sie gelegentlich Übersetzungen.
Die aktive Mitgliedschaft im Foto-Film-Club brachte ihre Fotografie auf eine neue Stufe. Jacquelines Knowhow wuchs durch Bildbesprechungen, Fotoprojekte, Wettbewerbe, Gruppenausstellungen und die Teilnahme an Workshops renommierter Fotografen. Immer häufiger wurde sie gefragt, ob sie gegen Bezahlung fotografieren wolle. Schon als Teenager hatte sie im Reitstall Pferdefotos verkauft, und im Gymnasium alle Klassenausflüge dokumentiert. Jetzt waren es vor allem Musiker, die Band- und Bühnenfotos haben wollten. Ihre Reisedias brachte sie 1994 bei einer Münchner Bildagentur unter. Auch bei verschiedenen Firmenveranstaltungen konnte sie ihr Hobby nutzbringend einsetzen, indem sie die Eventfotografie übernahm.


Dem Herzen folgen

1999 lernte Jacqueline bei Siemens ihren heutigen Ehemann* Thomas kennen, durch den sie Zugang zur japanischen Zen-Meditation und Persönlichkeitsentwicklungsthemen erhielt. 2004 entschied sie sich, ihre gut bezahlte Festanstellung aufzugeben. Das war nötig, weil neben dem ungeliebten Job und dem Privatleben nicht mehr genug Raum fürs Fotografieren und Schreiben blieb. Die Entscheidung, ihr Hobby zum Beruf zu machen, war ein Wagnis, das sie nie bereut hat.
Mittlerweile kamen die ersten bezahlbaren Digitalkameras auf den Markt und Jacqueline wechselte zur Digitalfotografie. Um für ihre Arbeit als Fotografin und für ihre Kurse Werbung zu machen, begann sie im Internet Texte über digitale Fotografie zu schreiben.
Dank ihrer Begeisterung für Technik, Computer und das Internet hatte sie bereits im Jahr 2000 ihren ersten Webauftritt. Den Newsletter für www.betrachtenswert.de, ein Onlinemagazin für LebensKunst, abonnierten über 3000 Leser. Für dieses Herzensprojekt blieb bald keine Zeit mehr, denn jetzt war die Digitalfotografie im Aufwind. Die Nachfrage nach Kursen und Informationen war enorm. Inzwischen kamen auch immer mehr Anfragen für Fotoshootings. Ein wichtiger Meilenstein war die Berufung in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh), in der Jacqueline von 2007 bis 2018 Mitglied war.


Autorin aus Leidenschaft

2008 wurde Jacqueline Esen vom Galileo Verlag angesprochen, der Autoren für das erste Fotocommunity-Buch suchte. Sie steuerte das Kapitel zur Available Light Fotografie bei, danach bot man ihr an, ein eigenes Buch über das Bildbearbeitungsprogramm GIMP zu schreiben. Jacqueline lehnte dankend ab. So einigte man sich auf "Digitale Fotopraxis - Rezepte für bessere Fotos", das 2009 erschien. Es wurde innerhalb kurzer Zeit zu einem Bestseller und ins Chinesische übersetzt. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Verfassen von Fach- und Kamerahandbüchern zu Jacquelines beruflichem Schwerpunkt. Nun konnte sie ihre Leidenschaften fürs Schreiben und Fotografieren perfekt verbinden, und wurde zur auflagenstärksten Fotofachbuchautorin im deutschsprachigen Raum.

Ein Leben ohne Schreiben und ohne Kamera kann sie sich nicht vorstellen. Bücher sind Langzeitprojekte, da vergeht schon mal ein Jahr oder mehr, bis wieder etwas Neues erscheint. Damit die Leserinnen und Leser auch während der langen Schreibphasen etwas zu lesen haben, veröffentlicht Jacqueline Esen in ihrem Fotonanny Blog regelmäßig neue Artikel.


Wohin geht die Reise?

Fotografie ist nur ein Aspekt von vielen, die Jacqueline Esen als Mensch und als Autorin beschäftigen. Sie lässt sich nicht gerne in Schubladen stecken, auch wenn es schöne Schubladen sind. Der Tag hat 24 Stunden, die gut verteilt werden wollen. Mehr Zeit für Herzensprojekte wie den betrachtenswert.blog und die Fortsetzung des Romans Leuchtfeuer stehen genauso auf ihrer Agenda, wie gemeinsame Projekte mit Fotografenkollegen oder weitere Fachbücher. Was darüber hinaus möglich ist, wird sich zeigen.


Netzwerk

Sie wollen sich mit Jacqueline Esen vernetzen?
Dann besuchen Sie ihre Profile bei XING, LinkedIn oder folgen sie ihr auf ihrer Facebook-Autorenseite.

Xing Linkedin Facebook Autorenseite



* Vielleicht fragen Sie sich, warum Jacqueline ihren Familiennamen nach der Hochzeit nicht geändert hat: zu diesem Zeitpunkt waren bereits drei Bestseller unter diesem Namen auf dem Markt. Zudem wollte sie sich den behördlichen und organisatorischen Aufwand einer Namensänderung einfach sparen.